Spekulation ist die Schwäche des Systems
Mai 25th, 2010
Von konservativer Seite wird in den letzten Tagen versucht, eine merkwürdige Interpretation der Ereignisse rund um die Euro-Rettung zu streuen: Wir alle – also die Menschen in Österreich und Europa – hätten in den letzten Jahren über unsere Verhältnisse gelebt, deshalb stecken wir jetzt in der Krise. Wie zynisch muss dieses Argument in den Ohren all jener klingen, die an der Armutsgrenze leben, oder in den Ohren jener Arbeitnehmer, die sich trotz harter Arbeit jede Ausgabe zweimal überlegen müssen. Das Argument ist auch ökonomisch falsch: Nicht die Schulden haben die Krise verursacht, sondern umgekehrt. Die Krise hat erst zum Explodieren der Staatsschulden geführt. Und die Krise lehrt uns: Die größte Gefahr geht heute von unregulierten Finanzmärkten aus. Dazu ist ein Gastkommentar vom mir in der Presse erschienen Nachzulesen unter folgendem Link:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/568349/index.do
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